Mittwoch, 16. Januar 2008

"In Indien bist du nie alleine"

In einer Woche wird es also so weit sein: dann heißt es für mich in das Flugzeug in Mailand zu steigen und über Zwischenstation Frankfurt nach Indien zu starten.
Wenn ich mir so vorstelle, dass ich vor ein paar Jahren gewusst hätte, dass ich eine so weite Reise allein wage, so hätte ich das wohl kaum für möglich gehalten.
Wie ich dazu gekommen bin, dass ich das heurige Jahr mit Freiwilligenarbeit füllen möchte, will ich nun kurz erzählen. Nachdem ich vergangenen Sommer das Pädagogische Gymnasium in Meran erfolgreich abgeschlossen habe, habe ich verzweifelt nach einer Beschäftigung für meine Zukunft gesucht. Ich habe mich für ein Sprachstudium in Wien entschieden. Dass nichts daraus geworden ist, ist wohl auch meiner etwas "schwindligen" Organisation zu verdanken. Jedenfalls habe ich die Anmeldung für die Uni zu spät eingereicht und stand nun anfangs buchstäblich vor dem Nichts. Dann kam mir die Idee, die ich schon während meiner Oberschulzeit gehabt hatte, einen Freiwilligeneinsatz im Ausland zu machen. Da ich auch ein paar Leute kenne, die ähnliche Reisen gemacht haben und machen, war ich guten Mutes dasselbe zu wagen. Nach ein paar Telefonaten mit dem Missionsamt der Diözese habe ich die Telefonnummer der OEW (Organisation für eine Solidarische Welt) erhalten. Über diese Organisation und die Abteilung Jugendarbeit der Caritas (youngcaritas), bin ich auf das Projekt in Indien gestoßen.
Neben allen organisatorischen Vorbereitungen (Flug buchen, Visum, Versicherungen, Impfungen), habe ich bereits hier in Südtirol Freiwilligenarbeit geleistet. Ab Mitte November bis Weihnachten habe ich im Behindertenzentrum Pastor Angelicus in Meran gearbeitet. Diese Zeit war für mich eine sehr gute, ich habe viele gute Erfahrungen machen dürfen, sowohl in der Betreuung der behinderten Menschen als auch mit den Betreuern und Mitarbeitern, die ich dort kennen lernen durfte.
In Indien werde ich nicht mit behinderten Menschen arbeiten. Ich werde dort bei Father Joseph Anthonappa wohnen, einem katholischen Priester, dessen Pfarrgemeinde die Partnergemeinde der Pfarre Leifers ist. In seinem Haus wohnen noch 8 Kinder, die Waisen sind oder aus schwierigen Familienverhältnissen kommen. Arbeitsmöglichkeit besteht in der großen Schule, in der an die 1000 Kinder lernen, als Englischlehrer oder als Nachhilfelehrer, weiters kann ich mit den Kindern Freizeitgestaltung machen. Es gibt im Dorf, das übrigens Naganahalli heißt und 190 km südlich von Bangalore liegt, auch Selbsthilfegruppen für Dorfbewohner, die ich begleiten kann. Vor allem wird es für mich aber darum gehen, das einfache Leben der Einheimischen zu teilen und ich bin auch froh darüber bei einem Priester wohnen zu dürfen.
Das wenige, das ich über das Land Indien, mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern weiß, habe ich von Mario, einem Mitarbeiter des Pastor Angelicus erzählt bekommen. Wie er mir gesagt hat, ist es für mich besonders wichtig, mir im klaren zu sein, dass die Lebensumstände in Indien total verschieden zu denen in Europa sind, besonders die große Armut mache Indienreisenden zu schaffen. Was mich absolut beruhigt hat, ist eine Aussage, die ich hier in diesem Bericht ganz an den Anfang gestellt habe. Mario hat mir gesagt, dass es in Indien so viele, auch hilfsbereite (!) Menschen gibt: "In Indien bist du nie alleine!"
In dieser Zuversicht aber sicher auch mit Herzklopfen werde ich also in einer Woche mein großes Abenteuer in Angriff nehmen! Wie es mir in Indien ergeht, könnt ihr auf dieser Seite erfahren. Ich freue mich auf jeden eurer Kommentare und werde oft an euch denken im fernen Indien!

18 Kommentare:

josellwoll hat gesagt…

Na, dann mal los...
Viel Segen für die Reise!

Anonym hat gesagt…

hallo dominik, ich habe echt respekt vor deinem vorhaben. da ich nun ja auch schon zwei praktika im ausland absolviert habe finde ich das echt klasse was du vor hast. ich wünsche dir auf deiner reise alles liebe und gute. ich hoffe du kannst viel lernen und mitbringen von deinen erfahrungen. also bis dahin guten flug und pass auf dich auf. lieben gruss svenja (aus norddeutschland)

Anonym hat gesagt…

Hoi Dominik! schaugsch dass wieder guat huam kimmsch, miar brauchen af jeden foll in summer wieder an gitarristen!!!
des isch ziemlich cool dass du des mochsch..!!
Thomas
html-tags probe
do hot oarner wider amol nix zu tian
Gottes Segen für die Reise!!!!

Anonym hat gesagt…

H3 goes worldwide!
Möge Rocky mit dir sein!

Anonym hat gesagt…

H1 --> hannes: so a schmorrn

g3 hat gesagt…

joooooo ab in die sonne=)

Anonym hat gesagt…

Haha dominik wert'an indianer... ob des guat geat?... na jo da rocky mit dir isch wert des schun passn

Anonym hat gesagt…

hoi dominik!
i hoff dir wert di reise nach indien viel spaß mochen und i hoff dass du wieder heil nach hause kimmsch!
Man heart sich

dein kluanor cousin
matthias

Anonym hat gesagt…

i holt mi kurz: nomol olls guate und a schiane zeit! :)

Anonym hat gesagt…

bisch guat unkemmen? i hoff du verhanselsch die net zu an indianer!

Anonym hat gesagt…

kaum isch des hansl außer lond geat ba ins olls drunter und driber: h3, italien braucht di!

Anonym hat gesagt…

" ach die hanselschar expandiert lei weltweitt" (H1)

ober italien geat derweil zu grund... ob des net a hoacher preis isch.... hmmm

Anonym hat gesagt…

put*** zoag des net vernünftig meinen momen un?!?

Anonym hat gesagt…

anonym oder mit url.. tsss... achtung!!!! indianer.. sei auf der hut! (mut)... turistenberg... tsss.. eppes für onfänger. passend fürn onfong in indien... jo... äh... Gottes Segen wünsch i diar.. sell konn man olm brauchen. bis donn. miar olle worten af a update von den $%&/()=%$%&/()=(&/(%&)( whatever§$ 2$% %

h3 hat gesagt…

i hoff, entn geat nit olles schiaf ohne mi :-) i tat schun gern no dobleiben. Bin uebrigens guat unkemmen. h4ever

Anonym hat gesagt…

Hallo Dominik,
es freut mich wirklich sehr, dass Du Dein Vorhaben in die Tat umgesetzt hast. Wer eine Reise tut und dabei auch noch was sinnvolles mitmacht, kann was erleben und auch lernen. Die Eindrücke und Erlebnisse kann Dir niemand mehr nehmen und Du wirst, wenn Du mal ins Arbeitsleben einsteigst und solche Unternehmungen nicht mehr leicht durchzuführen sind, davon zehren. Wir hier im "Institut" werden Deine Unternehmung und Deine Berichterstattung (die ich übrigens super finde!) weiter verfolgen.
Ich wünsche Dir alles Gute und komm heil zurück!
Liebe Grüße Werner

Anonym hat gesagt…

Hoi Dominik,
i verfolg seitn unfong Deine Indienreise und mir kimp fir Du mochsch des recht guat. I winsch Dir weiterhin olls guate und i hoff Du losch amol eppes hearn.
Dein olter V.

Anonym hat gesagt…

hallo dominik, wollt mich kurz mal melden, leider kann ich deinen bericht nicht ganz durchlesen, ich sitze am internet in khajuraho und muss gleich weiter. morgen fahren wir weiter nach varanasi und dann nach kalkutta. mittlerweile hab ich mich gut hier eingelebt und ich glaube es liegt noch eine schoene zeit vor mir...Ich wuensche dir Gottes Segen, moege er jeden tag bei dir sein bei allem was du tust! lg, esther