Mittwoch, 26. März 2008
drama III
Ich durfte heute bereits zum zweiten Mal ein Begraebnis miterleben. Wie so vieles in Indien ist auch ein "funeral" (Englisch fuer Beerdigung) teils anders als in Europa. Der Sarg wird vom Haus der Verstorbenen in die Kirche getragen, vorne am Anfang der Prozession marschiert die Musikkapelle (einfach herrlich!) :-) Der Sarg offen, der Leichnam mit Blumenketten bestreut, wird in der Kirche in der Mitte positioniert. Dann wird Messe gefeiert. Heute haben mindestens 10 Priester konzelebriert. Nach der Messe beginnt die Prozession, vorne Weg die Ministranten. Danach folgt die Trauergemeinde, Maenner und Frauen gehen getrennt in Reihen nebeneinander. Danach kommt der Chor (zu dem ich mich gesellt habe) und dahinter die Priester gefolgt vom von Maennern getragenen und immer noch nicht geschlossenen Sarg. Der Friedhof liegt ein bisschen ausserhalb des Dorfes. Dort angekommen wird noch ein kurzes Gebet vom Priester gesprochen. Dann kommt der Teil des Begraebnisses, der schon nahe gehen kann. Jetzt naemlich kommt der Augenblick, bei dem der Sargdeckel aufgesetzt wird. Die Angehoerigen verabschieden sich vom Leichnahm und dies geht sehr lautstark vor sich. Besonders Frauen beginnen richtig laut schreiend zu weinen. Der verschlossene Sarg wird dann ins Grab gesenkt und jeder aus der Gemeinde wirft drei Haende voll Erde in das Grab, Zeichen fuer die Dreifaltigkeit. Langsam gehen dann alle wieder in das Dorf zurueck. Gewohnheitsmaessig gehe ich mit den Kindern zurueck. Diese geben mir eines der gruenen Blaetter, das hier eine Art Kaugummi darstellt. Ich habe diesen indischen Kaugummi schon einmal in Mysore gegessen. Dieser hatte aber als Beilage lauter suesser Kringeldinger. Das blosse Blatt hat einen horrible taste (grausligen Geschmack). Ich dachte schon mein Fruehstueck kommt wieder hoch, was aber dann nicht passierte, weil ich noch gar nicht gefruehstueckt hatte.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
2 Kommentare:
Hoffentlich hobn de Blattlen kuane haluzinogene Wirkung. Suscht woll de ormen Kinder; kriagn magari Alpträume.
verblödete drogenkinder...
Kommentar veröffentlichen